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Diagnostik

Trotz des sehr frühen Beginns wird die Diagnose Autismus oft spät gestellt.
Dies bedeutet für Familien einen manchmal frustrierenden und langen Gang durch verschiedene Institutionen, um eine Erklärung für die eigenartigen Verhaltensweisen ihrer Kinder zu erlangen. Der Beginn einer störungsspezifischen Autismustherapie wird verzögert.

Die Schwierigkeiten einer frühzeitigen Diagnose hängen mit den Gegebenheiten der kindlichen Entwicklung zusammen. Autistische Verhaltensweisen können sich erst zeigen, wenn ein bestimmtes Spiel-, Sprach- und Kontaktverhalten, das wir bei normalen Kindern erwarten, ausbleibt.

Darüber hinaus verändern sich Symptome in den verschiedenen Altersstufen, einige verschwinden, andere, neue Symptome kommen dazu. Das Spektrum der autistischen Symptome wird noch dadurch erweitert, dass autistische Kinder in ihrer Persönlichkeit und ihrer Intelligenz große Unterschiede aufweisen.

Die geschilderten Probleme der Kinder machen deutlich, dass es sich bei Kindern mit autistischen Störungen nicht um einen generellen und gleichmäßigen Rückstand handelt. Es ist wichtig, dies zu erkennen und entsprechend zu diagnostizieren. Um eine sichere Diagnose zu stellen, ist eine sorgfältige und längerfristige Verhaltensbeobachtung des Kindes notwendig sowie ausführliche Gespräche mit den Eltern über die frühkindliche Entwicklung. Die Diagnostik bildet dann die Basis für eine gezielte Förderung der Kinder.

Die Einordnung der Symptomatik soll in der Regel durch erfahrene Fachkräfte erfolgen, die ausreichend mit dem Störungsbild und seinen frühen Merkmalen vertraut sind. Die Diagnostik wird meist in Spezialambulanzen durch ein multiprofessionelles Team durchgeführt.

Das ADI-R (Elterninterview) und das ADOS-G (Spielbeobachtung des Kindes) gelten als absolute Goldstandards. Die Marburger Beurteilungsskala zum Asperger Syndrom (MBAS) ist ein wertvolles Screening-Instrument (erst ab dem 6. Lebensjahr) für die Gruppe der autistischen Störungen auf einem hohen Funktionsniveau.


Weitere Diagnostikverfahren sind:


  • Psychologische Intelligenz- und Leistungsmessung
  • Entwicklungstests zur Intelligenz, Sprache, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Empathiefähigkeit
  • Differentialdiagnostik
  • Somatische Untersuchungen
  • Hörprüfungen
  • Sehprüfung
  • Neurologische Untersuchungen
  • EEG
  • Bildgebende Verfahren
  • Chromosomale Untersuchungen

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