Symptome / Besonderheiten

Früherkennung autistischer Störungen (nach PD Dr. M. Noterdaeme)

Auffälligkeiten beim Neugeborenen und im 1. Lebensjahr:


  • Scheint "anders" als andere Babys zu sein
  • Scheint die Mutter nicht zu brauchen, nimmt keinen Blickkontakt auf
  • Schreiverhalten ist anders. Signalcharakter fehlt
  • Verzögertes oder fehlendes soziales Lächeln, wenig Interesse an sozialen Spielen
  • Kein Brabbeln, fehlende verbale und nonverbale Kommunikation
  • Reizbar, reagiert überschießend auf Stimuli, Schlaf- /Essverhalten gestört
  • Gleichgültig gegenüber körperlicher Zuwendung, schlaff oder steif auf dem Arm
  • Abnorme Reaktion auf Außenreize

Studien, die neben autistischen Kindern auch normal entwickelte Kinder und Kinder mit einer geistigen Behinderung eingeschlossen haben, zeigen aber, dass die Merkmale auch bei Kindern mit anderen Entwicklungsstörungen vorkommen können.


Auffälligkeiten im 2. und 3. Lebensjahr / frühkindlicher Autismus:


  • Gleichgültigkeit gegenüber sozialen Kontakten, insbesondere gegenüber anderen Kindern, keine gelenkte Aufmerksamkeit möglich
  • Führt Erwachsene an der Hand, um zu kommunizieren
  • Sprachprobleme, Echolalien, Ich-Du-Verwechselung, keine Kompensation durch Gestik oder Mimik
  • Wenig an Spielzeug interessiert, wenig Variation in den Spielhandlungen
  • Eigenartige sensorische Stimulationen/Interessen
  • Zunehmende Bewegungsstereotypien, wie Zehenspitzengang, Hand- und Fingerstereotypien

Im 2. oder 3. Lebensjahr werden die Schwierigkeiten der Kinder mit autistischen Störungen typisch. Ab den 18. Lebensmonat kann die Diagnose eines frühkindlichen Autismus mit relativ großer Sicherheit gestellt werden, während die Diagnose eines Asperger Syndrom etwa zwischen den 3. und 4. Lebensjahr möglich wird.


Symptome im 3. und 4. Lebensjahr / Asperger Syndrom:


  • Schwierigkeiten bei der Integration in der Kindergruppe, oft distanzlos, rücksichtslos und auf sich bezogen
  • Sprachentwicklung normal, jedoch pedantische Sprache, mit auffälliger Intonation und wenig Interesse an Kommunikation
  • Spezialinteresse öfters vorhanden als motorische Stereotypien, Spiel wenig variabel, zwanghafte Verhaltensweisen

Der Bereich Sprache und Kommunikation ist bei Kindern mit einem frühkindlichen Autismus und bei Kindern mit einem Asperger Syndrom anders betroffen. Bei dem frühkindlichen Autismus entwickelt sich die Sprache nur sehr langsam und hat meist keinen kommunikativen Charakter. Die Kinder echolalieren viel, sprechen mit einer sehr eigenartigen Intonation.

Die soziale Interaktion ist bei Kindern mit autistischen Störungen gekennzeichnet durch mangelhafte Imitation anderer Kinder und erwachsener Bezugspersonen. In Spielgruppen sind diese Kinder wenig integriert, ignorieren die anderen Kinder und sind lieber allein. Wenn sie in ihrem Spiel gestört werden, können sie teilweise aggressiv reagieren. Kinder mit einem Asperger Syndrom sind manchmal distanzlos und eigenwillig in der Kontaktaufnahme.

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